Heimatschutz

Ärger mit dem Ortsbildschutz

Nun Heimatschutz ist wie ein Dogma.
Sie haben keine Change dagegen anzukämpfen weil es dazu nichts Handfestes gibt. Schlüpfrig wie ein Aal.

Wie sollte man gegen etwas Einspruch erheben was nicht gemessen werden kann. Welche Farbe ist nun die Richtige? Wo gehört nun eine Dachlukarne genau hin. Oder wieso sollte eine Mauer mit 3% Gefälle nicht in die Landschaft passen. Dazu gibt es kein Baugesetzt. Da fühle ich mich wirklich ins Mittelalter zurückversetzt. Da herscht nicht Demokratie, da sind wir noch bei den Herren welche über das Vok bestimmen. Oder glauben sie das einem Bewohner von Opfikon je in den Sinn gekommen währe, total unpassende Spagetti Wohungen in den Dorfkern von Opfikon zu bauen.

Episoden einer Baubewilligung

Die Widersprüche zwischen unseren Baubewilligungen und den Stellungsnahmen von Herrn Denzler tragen zu ständigen Verwirrungen bei. Dass zudem die Stellungsnahmen von Herrn Denzler vom Bauausschuss jeweils wortwörtlich und anscheinend ohne Prüfung übernommen werden, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich finde es eine Anmassung, wenn Herr Denzler im Schreiben vom 16. Feb 2007 betreffend der zusätzlichen Stützmauer schreibt: „Die Höhenentwicklung der neuen Mauerkronen scheint dem Zufall oder einem bewusst ungeordneten Konzept zu folgen“. Eine solche Unterstellung ist eine Frechheit. Herr Denzler beantragte, dass die Mauer mit Bauprofilen zur Abnahme ausgesteckt werden muss, obwohl im Schreiben vom 29. Mai 2006 Herr Denzler folgerichtig die Aussage machte, dass auf der Südseite keine Einsicht von öffentlichem Grund auf diese Zone besteht. Genauer gesagt, verdeckt die zukünftige Überbauung Eichmann über 80% der Mauer!

Sprachlichen Feinheiten liess Herr Denzler auch beim Garten zwischen Turm und Wohnhaus fallen, „dieser wirke öde und verlange nach einer Korrektur“. Diese Aussage veranlasste wiederum den Bauausschuss, für die Umgebung folgende Auflage zu erstellen: „die Umgebungsgestaltung zeige dringenden Nachholbedarf für den geschichtsträchtigen Raum zwischen Turm und Bauernhaus“. Welche Geschichte ? Dort befand sich früher der Miststock. Meine Frage: Gehört der öde Platz um den Turm nicht auch zu diesem geschichtsträchtigen Raum?

Die wundersame Verwandlung von „zu prüfen“ zu einer „Auflage“. Das Erhalten der mittleren Tragwand im 1.OG Bereich Dusche WC sollte von uns nochmals geprüft werden. Das macht aber eigentlich keinen Sinn, denn diese Wand steht in der Mitte des Raumes. In der Beurteilung von Herrn Denzler vom 16. Juni 2006 wird nochmals mit Nachdruck auf dieser Wand bestanden. Wir haben nun diese Wand zur Duschwand umfunktioniert. Nun wird im Schreiben vom 6. Feb 2007 die Änderung mit folgenden Worten akzeptiert: „Die inneren Projektänderungen betreffen zum Teil Anliegen des Ortsbildschutzes. Sie sind Verbesserungen im Sinne des Denkmalschutzes und können bewilligt werden“. Das ist wirklich hohe Politik, eine neue Plättliwand im Sinne des Denkmalschutzes.

Fast schon willkürlich ist für mich die Forderung, bei Erneuerung der Jalousieladen einen dem Alter des Gebäudes angepassten Ladentyp zu wählen. Ortsbildschutz bedeutet aber für mich, dass sich das Gebäude in den Ortskern integriert. Schon 1910 hatte der Wunderbrunnen und alle umliegenden Gebäude die gleichen Jalousieladen, wie wir sie heute noch haben. Was soll da nun geändert werden?

Rechtlich nicht mehr haltbar - mit einer Ausnahme - ist die Bewilligung Revisionsprojekt 2 mit Präsidialverfügung vom 16. Februar 2007. Die Lukarnen sind seit Beginn jedes Mal ein Thema. Wieso ist es nicht möglich, an einer Sitzung mit Herrn Denzler eine definitive Lösung zu finden. Das ganze wird aus meiner Sicht künstlich in die Länge gezogen mit Aussagen „machen sie einen Vorschlag“ jedoch ohne konkret zu werden.

Wirklich zornig haben mich in dieser Bewilligung die drei anderen Anträge gemacht. Zu keinem dieser Punkte steht in der Stammbewilligung eine Auflage. Plötzlich und willkürlich muss auf einmal die Sturzhöhe und die Teilung des 4-flügligen Fensters in der Küche EG nochmals einer Korrektur unterzogen werden. Die bestehenden Jalousien bei den Wohnraumfenstern und die massive Kamingestaltung auf dem Wohnteil ist nochmals anzupassen. Was kommt als nächstes? Wiederum ohne zu hinterfragen werden die Aussagen von Herrn Denzler eins zu eins in eine neue Auflage gefasst!

Auf dieser Basis ist eine Zusammenarbeit äusserst schwierig. Unsere Familie möchte in einem schönen Haus mit toller Umgebung wohnen! Es ist mir auch klar, dass im Opfiker Dorfkern das Ortsbild zu bewahren ist. Ich war darum auch bereit, die Fassade der Garagen neu zu gestalten. Ich sträube mich auch nicht, bei einer sachlichen Diskussion notwendige Anpassungen zu machen.

Ich will aber nicht einer Salami – Taktik gleich dauernd mit irgendwelchen kosmetischen Änderungen hingehalten werden!
Bei der ersten Sitzung mit dem Bauausschuss wurde mir erklärt, dass Herr Denzler nur Berater sei und keine Weisungs- Befugnisse hätte. Ich erwarte, dass dies auch so gehandhabt wird und demzufolge nicht alle Anträge von ihm wortwörtlich übernommen werden. Das Bauamt hat genug fähige Leute mit Fachkompetenz, um auch selber entscheiden zu können, wie weit sie die Vorschläge von Herrn Denzler in Opfikon umsetzen wollen.

Meine Erwartungen:
Die Anträge der Beraters Ortsbildschutz vom 6.Feb 2007 haben für die Baufreigabe keinen Einfluss.
Es erfolgt eine sofortige Baufreigabe für den Wohnungsumbau.
Als Auflagen offen bleibt noch die Lösung der Lukarnenproblematik und die Farbtonbezeichnung.
Bei anstehenden Problemen wird eine Sitzung einberufen und das Problem lösungsorientiert angegangen.

Mit freundlichen Grüssen
Andy Brunner

Fairerweise möchte ich die Antwort des Bauausschuss nicht vorenthalten.

Antwort Stadt Seite 1


Die Antwort zu der Stützmauer und der Tragwand im 1.OG Umbau.

Antwort Stadt Seite 2


Antwort zu den Jalousieläden, Lukarnen und Küchenfenster.